„Spaziergang vom Freiraum Petersburg zum Ringlokschuppen“

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SPD-Fraktion verschafft sich am Güterbahnhof ein Bild über die schwierige Situation der Kulturszene

Der Freiraum Petersburg hat die SPD-Fraktion zu einem Spaziergang am Güterbahnhof eingeladen, um ihre aktuelle Situation zu schildern. „Es wurde sehr deutlich, dass die Kreativszene am Güterbahnhof immer wieder von der Zion GmbH gegängelt und unter Druck gesetzt wird. Sei es u.a. durch große Kübel, die eine Zufahrt mit dem PKW auf ihr Gelände verhindern sollten, durch Bauzäune,

 

die große Teile der ehemals genutzten Flächen unzugänglich machen und nunmehr brach liegen oder durch PKW-Abschleppaktionen, wie in der Vergangenheit auch mehrfach von der NOZ berichtet“, äußern sich Frank Henning, SPD-Fraktionsvorsitzender im Osnabrück Rat und MdL und Dirk Koentopp, kulturpolitischer Sprecher der Rats-SPD, besorgt.

Gesprächsangebote, Kompromissvorschläge oder eine gemeinsame Erarbeitung von Lösungen, werden seitens der Zion GmbH regelmäßig abgelehnt, berichteten die Kulturschaffenden vor Ort.

Nachdem der Kulturverein Petersburg e.V.  ehemals genutzte Räume nach einer Klage der Zion GmbH räumen musste, konnten große Teile ihres Inventars im ehemaligen Ringlokschuppen untergebracht werden. „Ein direkter Zugang zu Fuß oder mit dem Auto zum Ringlokschuppen wird den Leuten der Petersburg dennoch nicht gestattet. Die Zion GmbH will nicht, dass ihr Gelände überfahren oder –schritten wird. Auf Druck der Stadt Osnabrück wurde ihnen immerhin ein ihnen zustehendes Wegerecht eingeräumt, was sie aber einmal von der Hamburger Straße nördlich um den ganzen Ringlokschuppen führt. Ein Fußweg von 10-15 Minuten. Diese aktuelle Situation macht Events, Konzerte, Kreativworkshops, Tanzveranstaltungen oder ähnliches an diesem Standort aber sehr schwierig, wenn nicht unmöglich“, weiß Koentopp zu berichten.

„Es zeigt sich immer mehr, wie die Zion GmbH die Kulturszene am Güterbahnhof mürbe machen will: Blockade der Design-Messe, Verhinderung etlicher Programmpunkte der Jugendkulturtage und regelmäßige Schikane der Kreativwirtschaft sind nur einige Punkte, die Besorgnis erregen. Eine solche Entwicklung am Güterbahnhof ist ein Armutszeugnis, welches sich die Zion GmbH selbst ausstellt. Solche Unternehmen brauchen wir in unserer Stadt nicht“, so Henning weiter.

„Umso dankbarer sind wir, dass die Kulturszene dennoch nicht aufgibt. Die Meinung der SPD-Fraktion steht nach wie vor fest: Das Gebiet des Güterbahnhofs soll in eine gewerblich-kulturelle Nutzung überführt werden. Dazu gehört u.a., dass das Gebäude des ehemaligen Ringlokschuppens, mit seinen vielfältigen Möglichkeiten, der Osnabrücker Kultur- und Gastronomieszene zur Verfügung gestellt wird. Hier kann z.B. ein einmaliger Begegnungsraum für Kunst und Kreativität entstehen, bei dem der Freiraum Petersburg federführend aktiv werden kann“, so Henning und Koentopp abschließend.

 

 

 
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