Volles Haus im Schinkel - Angeregte Diskussion mit der Initiative zur Wohnungsgesellschaft

 

Am Dienstag, 14. August haben sich Mitglieder der Ortsvereine Darum-Gretesch-Lüstringen, Voxtrup und Schinkel in der Carlsburg getroffen um einem Vortrag der Initiative zum Bürgerentscheid zum sozialen Wohnungsbau zuzuhören.

Referent Stefan Wilker begann mit einem Einblick in die aktuelle Situation:
 
Seit geraumer Zeit ist ein Anstieg der Mieten zu beobachten. 20 Prozent der Haushalte müssen laut Wilker bis zu 40 Prozent ihres Einkommens für die Kaltmiete aufbringen. Das habe zur Folge, dass einkommensschwache Personen und gerade Familien unter dieser Situation leiden. Insgesamt gebe es zu wenig preisgünstigen Wohnraum. Ein weiteres Problem sei, dass die Wohnungsbestände weitgehend in privater Hand seien. Die Stadt habe daher kaum Einfluss auf den Wohnungsmarkt. - Nach dieser Bestandsaufnahme folgte eine teils kontroverse Diskussion darüber, was in den letzten „Jahrzehnten“ alles versäumt oder falsch gemacht wurde.
 
Um der Situation entgegen zu wirken, fordern die Mitglieder der Initiative um Stefan Wilker die Neugründung einer kommunalen Wohnungsgesellschaft. Da die Mehrheitsverhältnisse im Rat zurzeit keinen positiven Beschluss erwarten lassen, ist zunächst ein Bürgerbegehren nötig, um einen Bürgerentscheid herbeizuführen. Für das Bürgerbegehren müssen ca. 10.000 Unterschriften von Osnabrückerinnen und Osnabrückern gesammelt werden. Im September soll es los gehen. Die große Zuhörerschaft versprach die Sammlung tatkräftig zu unterstützen. 
 
„Vielleicht ist der politische Druck durch ein erfolgreiches Bürgerbegehren so groß, dass es ein Umdenken bei schwarz-gelben Ratsmitgliedern gibt und ein Bürgerentscheid überflüssig ist“, so Dirk Koentopp vom Ortsverein Schinkel etwas (zu) hoffnungsvoll. Wenn nicht, dann wird es zur Europawahl im Mai 2019 den Bürgerentscheid geben.

 
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